Dienstag, 26. Juni 2007

Bbbbbb....burtstag und Kakakaka...schenke







Es ist zwar nun schon wieder fast ne woche her, aber trotzdem "DANKE" an alle, die mir, obwohl ich nicht fegen war, keine jungfrau gekuesst und keine unvergessliche party geschmissen habe, zum 30. geburtstag gratuliert haben. Hier mal eine zusammenfassnung meines ehrentages:

8.30 aufgestanden
10.30 fruehstueck im yachthafen
12.00 besuch der museum und art gallery
14.00 besuch des darwin botanic garden
17.00 emails checken (es waren so um die 50, DANKE)
18.30 italienisch essen
20.30 erstes bier in einem pub
22.00 clubbesuch
3.30 ende

Eine witzige story gibts noch. Im museum ist staendig ne etwas fuellige 40 jaehrige um mich herumgetaenzelt (riesenausschnitt, minirock und cowboystiefel). Irgendwann hat sie mich dann angesprochen und mich zum kaffee eingeladen. Es stellte sich heraus, dass sie fuer die gleiche perlenfarm gearbeitet hat wie ich und sie meinte, dass sie, bezueglich meiner finger- und handprobleme, auch ne massageausbildung hat. Irgendwann meinte sie dann, dass ich sie ruhig anrufen und sie mir dann auf ihrem hotelzimmer die finger massieren koennte (dabei hat sie staendig mit ihren haaren gespielt!!). "Ja, ja. Finger massieren." Wer mir hier nen ueblen geburtstagsscherz verpasst hat, der moechte sich bitte sofort bei mir melden!!!! Ich hatte echt angst um mich und richtig probleme sie wieder loszuwerden. :-O

Broome -> Darwin





Hallo mal wieder,
hab mich ja nun schon wieder fast 2 wochen nicht mehr gemeldet. Der Perlenbootjob ist verdaut. Es erinnern mich nur noch meine etwas gefuehllosen finger der rechten hand daran. werd heut noch zum arzt rennen.

Seit meinem letzten eintrag hier ist mal wieder sehr viel passiert und ich hab echt probleme, alles komplett und in der richtigen reihenfolge zusammzutragen.

Hab also vor ca. 2 wochen broome verlassen und bin mit einem weiteren deutschen (ruediger) und 2 australiern per lift nach Darwin gefahren. 2000km in knapp 2 tagen bdeuteten also ca 10h autofahrt pro tag. Eigentlich hatte ich ja vor, mir den kimberleynationalpark anzusehen, aber ich hatte keine lust meinen ehrentag im busch zu feiern. also gings einen tag nach meinem letzten eintrag weiter richtung norden. Obwohl wir unseren highway kaum verlassen haben, konnte ich doch mal wieder einiges an landschaften und leuten kennenlernen. Die beiden aussies waren gut drauf und wir haben uns echt gut verstanden. Das nachtlager war auf einem aboriginalcampingplatz (unter backpackern werden sie auch braunmatten genannt) geplant. Vorher mussten wir dann noch nen paar lebensmittel und natuerlich bier kaufen. dafuer peilten wir mal wieder einen der wenigen orte unterwegs an und es war echt gruselig. Ueberall lagen wieder betrunkene ureinwohner rum und der bottleshop, in dem man hier den alkohol kaufen kann, aehnelte ehr einem Gefaengnis. Ueberall waren gitter vor den fenstern und die flaschen selbst durften nur in tueten und wenn moeglich sofort im auto verstaut werden. Ich traute mir kaum nen foto von dem gebaeude zu machen, denn ueberall standen sie rum und starrten uns an, als ob sie noch nie nen weissen gesehen haetten.
Gegen abend hatten wir dann unseren campingplatz fuer 5$ die nacht erreicht. Hier war die situation dann wieder ganz anders. der manager des platzes war ebenefalls ein aboriginie und wir wurden sofort eingeladen mit ihm, seiner familie und anderen campern am lagerfeuer zu erzaehlen, zu essen und selbstverstaendlich zu trinken. ein sehr cooler abend, den ich sicherlich nicht so schnell vergessen werde.
Am naechsten tag gings dann weiter. Ausser einem stop an einem aussichtspunkt (30min walk incl. blasen an den fuessen), gabs hier nix neues zu berichten. gegen 9.00 hatten wir dann endlich darwin erreicht. Bilder gibts evtl. morgen dazu.

Donnerstag, 14. Juni 2007

der 2. job - cygnet bay pearls






Liebes Tagebuch,


eines tages, es war im letzten monat in perth, da sagte jemand zu mir "und wenn du nach broome kommst, dann musst du versuchen auf ein perlenboot zu kommen. da arbeitest du 10 tage, hast freie unkunft und verpflegung, bekommst 1000 dollar dafuer und hast dann 4 tage frei. dann wieder 10 tage usw.". In Broome angekommen, wieder das gleiche. Nur, dass es diemal sogar spass machen sollte, angeblich kaum was zu tun hat ist und man sogar 1300 dollar netto bekommt. Ok, ich also los. Hab mich dann mit meinem tollen deutschen boostfuehrerschein fuers meer (ich hab ueberhaupt keine praxiserfahrung, was das anbelangt) bei verschiedenen agenturen und perlenfarmen beworben und kaum waren 24 h vergangen, da hatte ich meinen so tollen, sehr gut bezahlten bootsjob (130$/ Tag) in der tasche. 7 Tage spaeter holte man mich dann und einige andere personen vor meinem hostel ab und es ging auf eine 300km lange fahrt. Es gab nicht viel zu sehen. Nur roter sand, der sich als "sehr guter" strassenbelag heraustellte und links und rechts nur busch. Mit einem normalen fahrzeug hat man uebrigens keine chance diese "highways" zu befahren. Aber mit allrad geht das. Sogar bis 130 km/h und flip flops!!!!!!!!!!!!!!!!! Endlich angekommen (ich hab unterwegs wirklich keinen anderen menschen bzw. nen anderes haus an der strasse gesehen) dachte ich eigentlich, dass es dann sofort aufs schiff geht. Nein, wir hatte so ne art bungalow, der mehr oder weniger direkt am Strand lag (10m oder so) und ich durfte quasi mit meeresrauschen im hintergrund einschlafen. Am naechsten tag stellte sich dann heraus, dass wir gar kein grosses boot haben, sondern jeden tag aufs meer hinausfahren und abends wieder reinkommen wuerden. Ok. Hab ich kein problem mit. Um 5.00 uhr war aufstehen angesagt. 6.00 uhr gings los. Ich hab vom boot aus einen sehr schoenen sonnenaufgang erleben duerfen, das meer war tuerkisblau und der strand weiss. genau so, wie man sich einen urlaubsort vorstellt. Uebrigens hab ich auch delphine und schildkroeten gesehen und alles schien perfekt, waere da am ersten tag nicht die



ueberlkeit, das erbrechen, die stundenlangen schwindelanfaelle, die schnitte und kraempfe in den fingern, die angeschwollenen haende, die stinkenden muscheln, die angeblischen krokodile am strand, die schlangen vor meinem waschraum, die ameisen und geckos in meinem zimmer und der langweiligste job, den ich je hatte. Nach ca. 5 tagen hab ich dann 4 verschiedene moeglichkeiten der lohnberechnung kennenlernen duerfen und am ende waren es dann nicht 130$/tag, sondern 80$. Umgerechnet knapp 5euro/ h. Meine motivation schien am ende. wie sollte ich bloss die restlichen tage durchhalten? einfach abhauen ging ja nicht und ich versuchte mich dann mit einem meiner etwas abgewandelten lieblingssprueche (zum glueck hab ich in'ner schule aufgepasst...) bei laune zu halten. Mittlerweile bin ich da, zum glueck, wieder weg. Ein kleines andenken hab ich dann aber doch mitnehmen duerfen. Nein. Keine perle. Eine kleine infektion an meinen haenden. Angeblich soll sie nach 2 tagen abklingen, aber irgendwie hab ich die schmerzen und schwellungen schon fast ne woche. Ich kann kaum zugreifen und irgendwie scheinen mir hier beim schreiben auch gleich die finger abzufaulen. Aber fuer dich, liebes tagebuch, halte ich das noch durch. Schliesslich hab ich den groessten alptraum meines lebens hinter mich gebracht. so viel australien in nur 10 tagen, dass wollt ich nun wirklich nicht. koennte jetzt eigentlich meinen flug nach deutschland buchen.


Zum job selbst kann ich nur sagen 'die ersten 30min wars noch interessant, aber dann nur noch boring, boring, boring". wir durften den ganzen tag, mittlerweile hatte ich mir dann nen paar reisetabletten gegen seekrankheit besorgt, so knapp 0,5qm grosse platten mit taschen, in denen die muscheln waren, von anderen muscheln, krebsen und anderen klebrig, glitschigen getier und pflanzen befreien. Auf den bildern erkennt man das ja ein wenig und as dann 10 h lang. ich sag dir, spass ist was anderes. Ab und zu durften wir auch mal an land ran und die muscheln fuer die ernte (Perle rausnehmen) vorbereiten. Wie toll. Mehr abwechslung gabs leider nicht.


Zum glueck habe ich aber, wie solls auch anders seien, einen deutschen dort kennengelernt. Nennen wir ihn mal den R und damit es etwas einfacher zu verstehen ist. Sagen wir zu R mal Ronny. Ronny war ca. 2,05 m gross, Nickelbrille, ca. 75kg (was fuer diese grosse nicht viel ist) und kurzgeschorene Haare."ick bin der ronny und komme aus berlin wa! (hier gleich mal einen gruss an alle meine berliner freunde jaqueline, tobias, daniel, ingo und natuerlich auch meine oma, sorry, aber dass muss ich jetzt mal schreiben, ich find die berliner eigentlich total dufte, wa!) Ick finds total geil hier. Ditte is australien wa? (Ach nee. haett ich jezt nicht herausgehoert, dass du aus berlin bist und schon gar nicht, dass wir in australien sind) "und was machst du hier?" "allet wat so anfaellt, wa. So autos reparieren, anker schweissen und andere sachen." "Aha, du bist also Metallbauer" "Nee, ick bin schlosser!" (ahhh, stimmt. mein fehler.) Ronny hat sich uebrigens gleich auch fuer mich beim koch durchgesetzt (Hi will, have you a bottle for my german friend hier?" (ahha, freunde sind wir also auch schon) Und ueber seine familienverhaeltnisse hat er mich uebrigens auch gleich nach 2min in kenntniss gesetzt "nachdem mene freundin schluss jemacht hat, hab ick jesacht 'juut, ick je nach australien. du krichst die katzen!'" Ansonsten hat Ronny immer schoen versucht, seine englischkenntnisse unter beweis zu stellen. Eigentlich tat er mir schon langsam leid, aber er hat auch immer alles dafuer gegeben, dass die anderen sich ueber ihn lustig machten. Am letzten abend sollte dann noch ein volleyballmatch stattfinden "aussis against the rest of the world". Die regeln. Es gibt keine. und nachdem ronny seine 2.05m 5cm in den himmel schraubte und ich glaub, seinen selbsterfundenen, beidarmigen, windmuehlartigen schmetterschlag 'ich kann auch das netz beruehren!' ansetzte und natuerlich den ball verfehlte, kam dann als ausrede "its to cold for my brain!". ich weiss nicht, ob du dir die situation vorstellen kannst, mein liebes tagebuch, wir lagen zumindest alle im sand vor lachen und ronny schien das aber gar nicht wirtzig gemeint zu haben. So, dass wollte ich noch hinzufuegen, damit dieses Abentuer nicht ganz so negativ rueberkommt. Bis zum naechsten mal liebes tagebuch. dein marcus

Samstag, 2. Juni 2007

Broome







Hallo liebe freunde,

mittlerweile bin ich nun schon wieder ueber eine woche hier und ich bin sehr gespannt, ob mich mein zukuenftiger arbeitgeber, wie verabredet, vor meinem hostel auch abholt. Wir werden sehen.

Ansonsten war die woche sehr entspannt hier. ehr zu entspannt. zwischenzeitlich hab ich mich ganz schoen gelangweilt. Wirklich viel, ausser geld ausgeben und am strand rumwelzen (womit ich echt kein problem hab) geht hier nicht viel.

Der Montag begann trotzdem sehr aufregend. Es sollte ein strandtag werden. das wetter war sehr gut und los gings. Am strand angekommen, informierte uns der busfahrer, dass baden derzeitig nicht moeglich ist. Und jetzt kommts. Ein krokodil war aus dem ca. 500m entfernten michael douglas krokodilpark ausgebrochen und ins meer gefluechtet. OK, wir gingen trotzdem an den strand. Das erstaunliche war. Es hat wirklich keinen interessiert, ob da nun ein 2m langes krokodil rumschwimmt oder nicht. jedenfalls waren alle im wasser. Ich ebenfalls. Na ja, dass zog sich dann bis fr. so hin und wurde noch am gleichen tag von einem haialarm abgeloest. Fuer 2 min wurden dann dafuer alle leute aus dem wasser geholt und eine rote fahne gehisst. Wie gesagt, fuer 2 min. Dann durften aber alle wieder ins wasser und brauchten sich selbstverstaendlich wegen des hais keine sorgen machen. Ja, ja!!

Den Krokodilpark haben wir uns dann mittw. angesehen. war ganz nett. Sie wurden gerade gefuettert und es waren echt nen paar riesen broken dabei. so 5-7 m lang. Wer uebrigens mit dem namen malcom douglas nichts anfangen kann. Man konnte vor ein paar jahren mal seine krokodildokumentationen bei uns im fersehen sehen. Grauer Vollbart, kleines boot und immer nen hund dabei! Vielleicht hilft das ja weiter! Ich durfte uebriegens sogar mal nen kleines in die hand nehmen. War ganz witzig.

Do. hab ich mir dann mal wieder einen kleinen ausgang genehmigt. Bin mit robert in den wohl einzigen club hier in broome gegangen und es war eigentlich nicht so schlecht. Das ganze fand unter freiem himmel statt und Palmen standen da auch irgendwo rum. leider kostete ein bier der marke corona gleich mal 8$. War aber eagal. Musste ich mir mal wieder genehmigen und so bin ich dann irgendwie auf ne rechnung von ueber 50$ gekommen. Uebrigens gibts hier "HANS (Jim Beam Cola)" in flaschen (nebenbei schoenen gruss an die krasse herde!!). Was auch sehr ueberraschend war, dass ab um 1.00, die paty war gerade richtig in gange, einfach die musik ausgemacht wurde und schluss war. bis auf ein paar betrunkene australische ureinwohner, die mit flaschen um sich warfen, ist dann leider nix mehr passiert. Ich muss sagen, in dieser hinsicht sind die australier sehr, sehr vorsichtig mit allem. Man darf keinen alkohol oeffentlich herumtragen (Ein aboriginie koennte dich ja diesbezueglich ueberfallen), man findet keinen pool, der nicht von einem "schoenen" zaun umgeben ist (ja, ja und bei krokodilalarm trotzdem schwimmen) und halt die sperrstunde. Komisch, komisch.

Ja und nun ist sonntag und wir haben eigentlich bis heute nur am strand rumgelegen. Heute musste ich uebrigens nochmal fuer eine nacht mein hostel wechseln, weil ich "erst mittw." nach einer verlaengerung gefragt hatte!! Langsam kommen wohl alle backpacker in den norden. wegen dem schoenen wetter selbstverstaendlich (in perth sind nachts so um die 3-5 grad) und es ist somit sehr schwer hier ne unterkunft zu finden und erst recht nen job. vor 2 wochen hiess es noch "ja in broome, da findst du immer was!" Das war wohl noch ausserhalb der saison. Von daher bin ich sehr froh, wenn das morgen alles klappt und dann auch noch ne ganz weile anhaelt.

Ach so, mein kleiner kumpel robert verlaesst mich heute oder morgen und ich werd wieder alleine umherziehen. Er geht jetzt noch nach Darwin und fliegt dann nach Brisbane, an die ostkueste. Sein studium beginnt in deutschland, wie bei so vielen hier und er muss daher, nach 11 monaten, wieder zurueck nach deutschland. Viel glueck robert.

So, dass wars wieder.

Bis zum naechsten mal.

marcus

Montag, 28. Mai 2007

schnorcheln am Ningaloo Reef in Exmouth





Hallo an alle,

nachdem wir unsere farm nun verlassen mussten und der farmer uns zum bus gebracht hatte, gings dann ca. 15h weiter in richtung norden zum ningaloo reef. Gluecklicherweise fuhren wir die strecke in der nacht und so konnten wir wenigstens ein wenig schlafen. Morgens um 5.00 waren wir dann in exmouth und tranken erstmal, in der einzigen tankstelle des ortes, einen kaffee. Wo sollten wir auch hin? Schliesslich hatten wir vorher kein zimmer gebucht. Gegen 7.00 gings dann auf die suche und es hat gleich bei der ersten anfrage geklappt.

Die naechsten drei tage lassen sich dann doch relativ schnell zusammenfassen. Es war einfach nur langweilig. Der strand war nicht so besonders und ansonsten gabs auch nicht viel zu sehen. Fuer den vierten tag hatten wir dann eine schnorcheltour gebucht. angeblich koennte man riffhaie, schildkroeten, mantas und evtl. auch einen waal-hai, den groessten fisch der welt, bestaunen. Und man versprach uns ebenfalls, dass wir fuer 50$ zusaetzlich, auch mal richtig tauchen koennten. ich hatte das bisher noch nie probiert und es war fuer mich eine gute gelegenheit mal zu testen, ob es denn ueberhaupt etwas fuer mich ist.

leider war das ergebnis dann wieder sehr ernuechternd. wir waren die beiden einzigen schnorchler von ca. 11 personen (alles taucher) auf dem boot und man schien sich nur um diese zu kuemmern. fuer uns war auf dieser tagestour gerade mal ein schnorchelgang geplant, was sich uebrigens erst so gegen mittag herausstellte. den rest des tages sollten wir dann auf dem boot verbringen. die taucher hingegen, wurden zu drei unterschiedlichen spots gebracht.

Ach so, vom schnorchelgebiet war ich uebrigens auch sehr entaeuscht. Eigentlich hatte ich die schoensten korallen und die buntesten fische erwartet. stattdessen waren die korallen braun, dunkelgruen und blau. Schoene fische gab es nur vereinzelt und wenn dann auch immer nur die gleichen. fuer einen anfaenger vielleicht sehr schoen. leider war ich schon etwas von Aegypten verwoehnt. einen riffhai hatte ich uebriegns fuer ca. 20 sek. dann doch noch sehen keonnen. Allerdings muss unsere erfahrung hier die ausnahme gewesen sein. hab von vielen gehoert, was sie alles tolles haben sehen koennen. na ja, vielleicht wirds ja an der ostkueste dann besser.

Am gleichen abend gings dann auch schon wieder mit den bus weiter. stellt euch vor, ihr steigt in Hamburg in den bus. seht unterwegs nur 3m hohe baeume, straeucher und grass, so weit das auge reicht. Zwischenzeitlich kommt ihr an drei orten vorbei, die nicht mehr als 1500 einwohner haben und am ende eurer tour steigt ihr nach 22 h wieder aus. Ich denke mal, dass ihr jetzt ungefaehr in Barcelona seien muesstet. Ich kanns euch nicht anders erklaeren. es ist unvorstellbar, wie gross dieses land ist.

Hoehepunkt der tour war uebrigens eine kuh, die nachts mitten auf der strasse stand und den weg versperrte. der busfahrer versuchte ganz vorsichtig an ihr vorbeizufahren. Am ende hoerte ich dann nur noch ein lautes "rummms". Ich hoffe, dass sie es ueberlebt hat.

Unser zielort, den wir ja dann auch endlich erreicht hatten, heisst uebrigens Broome und er besitzt angeblich einen der drei schoensten straende der welt (cable beach). Als wir dann am naechsten morgen aus unserem etwas dreckigen und verkommenen hostel heraustolperten, sahen wir auch erst einmal, wo wir ueberhaupt gelandet waren. Palmen, blauer himmel, uberall gruenflaechen und ein sehr kleiner schoener ort, in dem stress keine rolle zu spielen scheint. Diesen anblick, ok, bis auf den blauen himmel, waren wir die letzten vier wochen gar nicht mehr gewohnt. Und es stimmt wirklich, dieser strand scheint einmalig zu sein. er ist ca. 100m breit, ist weiss und mehrere km lang. Das wasser besitzt ein blau, dass ich nicht beschreiben kann und moechte. Die sonnenuntergaenge sind unbeschreiblich und hab ich in dieser form noch nie gesehen. Gestern abend war dann das touristenspektakel perfekt und an kitsch nicht mehr zu uebertreffen, als genau zum zeitpunkt des unterganges ein segelboot an uns vorbeifuhr und eine kamelkravane an uns vorbeizog.

Mittlerweile befinde ich mich nun wieder auf jobsuche und es sieht so aus, dass ich bereits fuer naechsten montag einen hier sehr, sehr begehrten job bekommen habe. Meinem bootsfuehrerschein sei dank. Ihr habt recht, hoert sich nach einem weiteren spannenden erlebnis an. alles weitere dann beim naechsten mal. euer marcus

Freitag, 18. Mai 2007

der erste job










Hallo,




da bin ich wieder. nach 3 wochen muss ich mich ja nun langsam mal melden. wie bereits erwaehnt, habe ich ja meinen ersten job auf einer farm erhalten. So wurde ich dann am 29.3. von meinem hostel abgeholt und ich muss sagen, ich war mehr aufgeregt, als vor meinem abflug nach australien. Wer holt mich da ab? Wo liegt die farm eigentlich und was erwartet mich dort? Der erste eindruck, kann ich euch sagen, war auf jeden fall sehr positiv. der farmer (john) und seine frau (shawn) waren von anfang an sehr sympatisch und freundlich. wir fuhren dann also ca. 400km noerdlich von perth nach mingenew. allerdings gings dann noch ca. 35km weiter. denn die farm liegt, wie die vielen anderen durmherum auch, sehr abseits von der zivilisation. es hiess also, dass wir nur von natur umgeben sein werden und die einzigen menschen, die wir (robert, mein kollege, und ich) in naechster zukunft sehen, auch nur die auf der farm lebenden menschen seien werden. und das waren am ende dann auch nur wir beide, farmer john und seine frau und ein gehilfe, namens brian (englaender, rote haare!!). Zusaetzlich teilte man uns noch mit, dass mobilfunkgeraete keine verbindung aufbauen koennten, das internet ueber sattelit nur bei gutem wetter richtig funktioniert und der naechste Ort (700 einwohner) ca. 40min autofahrt entfernt ist und die naechste stadt nach uber einer stunde erst erreicht werden koennte.




endlich angekommen, bezogen wir dann auch gleich unsere unterkunft. ein container mit bad, eigenem zimmer fuer mich, kueche, fernseher. eigentlich alles, um vernuenftig wohnen und leben zu koennen. unser essen und unsere getraenke haben wir alles gestellt bekommen. am naechsten morgen gings dann auch gleich los. erst wurde uns die farm gezeigt (5500 ha), die tiere (hunderte von schaafe und kuehe + 3 hunde) und die geraetschaften. dazu zaehlte selbstverstaendlich auch der traktor. nur so viel dazu: 500ps, 1000l tank, ca. 4m hoch und satellietengesteuert. zusaetzlich gehoerten dann auch noch diverse andere fahrzeuge, wie radlader, noch nen unwesentlich kleinerer traktor, lkw's, anhaenger usw.. Am ersten tag wurden wir dann gleich auch noch eingewiesen, wie man den grossen traktor fahert. unsere aufgabe bestand dann darin nen feld zu pfluegen, deren groesse sich schlecht in worte fassen laesst. jedenfalls kann so ein ding echt jeder fahren. man muss nur wenden koennen. den rest macht er alleine.




die naechsten tage durften wir dann noch km-lange zaeune abbauen, steine von den feldern aufsammeln, irgendwelche latten anschrauben, tiere mit unserem eigenen jeep zusammentreiben und, und, und ... Das ersten we haben wir dann auch gleich genutzt, um uns die gegend anzuschauen, da wir nicht genau wussten, wann es denn endlich mit der felderbestellung los geht. das haette dann bedeutet, dass wir in schichten (12h) arbeiten muessten und das dann 30 tage lang, bis alle felder fertig sind. dazu fehlte aber der regen, ohne dem es vorher nich losgehen wuerde. "Gegend" war uebrigens gut. wir sind an diesem we so ca. 1000km mit unserem nissan gefahren und haben uns den kalbarri-nationalpark und die pinnacles angesehen. einige bilder dazu findet ihr uebrigens wieder hier auf dieser seite. die meisten allerdings wieder bei studivz.net!!






die restlichen 2 wochen haben wir dann eigentlich immer nur das gleiche gemacht. der regen wollte einfach nicht fallen und wir machten uns auch schon unsere gedanken, wie es denn eigentlich weitergehen sollte. schliesslich hiess es ja 12-16h am tag arbeiten und das 4-6 wochen. letzte woche mittw. sprach john uns dann auch auf diese problematik an. am ende kam raus, dass er uns wegen der "schlechten" wetterlage (wir hatten 3 wo. blauen himmel) leider die restlichen wochen nicht mehr beschaeftigen kann.




...und da siehts man mal wieder. es ist unmoeglich in australien, mit einem work-and-holiday visa, zu planen. eigentlich wollte ich mich nach diesem job mit geldverdienen nicht mehr beschaeftigen und hoffte, dass die kohle dann noch so knapp 3monate reichen wuerde. aber leider kommt es ja ersten bekanntlich anders und zweitens alls man denkt. ;-) nun habe ich aber wieder die moeglichkeit, mit meinem verdienten geld, etwas weiterzugehen und werd mich dann wohl an meinem neuen zielort wieder mit bewerbungen und jobanzeigen auseinandersetzten muessen.




morgen gehts dann auch schon weiter. der bus ist gebucht und wo es hingeht, verrate ich euch dann wieder beim naechsten mal. bis dahin lg an alle. marcus

Samstag, 28. April 2007

Jobsuche in Perth






Hello again,
nach nun 2 wochen mehr oder weniger erfolgreicher jobsuche (ich haetts mir echt leichter vorgestellt) hab ich nun endlich was bekommen. Ich werde morgen, mit einem weiteren deutschen, fuer 4-6 wochen auf eine farm gehen und dort dem bauer bei der arbeit helfen. Eigentlich war traktor fahren vorgesehen, aber gestern meinte er schon, dass wir damit wohl, aufgrund der wetterbedingungen, noch etwas warten muessen. Nur zur info: man sagte mir, dass die dinger so gross wie nen haus sind, 1,5 mill $ kosten und mit computern gesteuert werden.

Aber nun alles von anfang an. Letzte woche hab ich also ne ganze menge initiativbewerbungen rausgeschickt, im internet nach anzeigen gesucht und mir die gaengigsten Zeitungen gekauft. Ich muss euch sagen, auch hier konnte ich wieder viel lernen. Gluecklicherweise war ich so clever, mir meine ganzen unterlagen von freunden uebersetzen zu lassen, bevor es nach australien ging. Gegen ende der woche, habe ich dann bei der jobsuche sogar noch hilfe aus deutschland erhalten (vielen dank liebe tante petra und lieber aki) und das gespraech mit dem praesidenten des basketballverbandes wa stand ja auch noch aus. Als erstes wurde ich von 3 agenturen eingeladen, die leute fuer den hospitality-bereich (kellnern und hinter der bar arbeiten) und ganz normale handlanger gesucht haben. Bei jeder agentur musste ich erst einmal einen nicht enden wollenden fragebogen ausfuellen. Man sagte mir dann, dass man sich bei mir gegen ende der woche melden wuerde und das es durchaus schon am donnerstag bzw. freitag losgehen koennte. Na ja, wusste ich bereits vorher, dass ich da wohl lange drauf warten koennte. Zum glueck stand freitag vormittag der farmjob schon so gut wie fest, so dass ich da selbst auch nicht mehr anrufen brauchte. Und dann hatte ich fr. frueh noch nen richtiges bewerbungespraech. So richtig mit personalberater und geschaeftsfuehrer. leider bin ich, trotz intensiver vorbereitung, gleich erstmal etwas negativ aufgefallen. Als man mit mir den termin absprach, hatte ich extra nochmal nachgefragt, um was fuer einen job es sich handelt. Schliesslich hab ich so ca. 20 bewerbungen rausgeschickt und somit auch den ueberblick verloren, wer alles was von mir bekommen hat. der typ von der agentur meinte dann, dass es ein job in einer miene waere. ich also ins internt, hatte ja behauptet, dass ich waehrend meiner studienzeit fuer mehrere monate in zielitz gearbeitet habe, um mir wenigstens nen paar infos dazu zu besorgen. am ende legte ich dann fest, dass ich einerseits dort nen radlader im bereich muellentsorgung gefahren hab und andererseits nen foerderband auf nem bildschirm kontrolliert hatte (hab mir dafuer extra nen film von guenther plathe zur kalisalzgewinnung im internet angeschaut, sehr interessant, 25 min, gaaaaeeeehhhnnn).

Jedenfalls bin ich dann mit meiner joberfahrung aus dem kaliwerk zielitz fr. frueh zu dieser agentur und die erste frage war dann natuerlich "wissen sie, worum es sich bei diesem gespraech ahndelt und was fuer eine firma wir sind?" Erste bedenken kamen bei mir auf. Kurz und knapp. es ging selbstverstaendlich nicht um einen sehr gut bezahlten mienenjob. Der herr vor mir war leiter einer einzelahndelskette, die outdoor-zubehoer verkauft, also mountainikes, zelte, angeln und weiss der geier was noch und ich muss euch sagen, er hat die personalerin nicht gerade freundlich angeschaut, als ich mich zu dieser frage dann aeusserte.

Jedenfalls hab ich gleich gut reagiert und konnte mich dann doch noch gut aus dieser situation rausziehen. ich fing dann gleich mit meiner assistentenstelle als tourismusausbilder fuer zukuenftige lehrer in parey an und dass ich auch erfahrungen in oesterreich beim outdoorlager gesammelt hatte. Am ende kam aber raus, dass sie erst jemanden fuer juni suchen. Der laden wird wohl erst am 14.6. eroeffnet. Leider wollte ich da mit meiner ersten joberfahrung in down under schon fast fertig sein. Aber das sagte ich natuerlich nicht und spielte einfach, rein aus neugier, noch ein wenig mit. Die aber fuer mich entscheidende frage, obwohl es mich nicht wirklich mehr gross interessiert hatte "was bekomme ich pro stunde" konnte mir dieser chef nichtmal beantworten. Somit war dann auch alles wieder ausgeglichen und das gespraech auch zu ende. jedenfalls hab ich jetzt auch schon mal mein erstes interview auf englisch hinter mich gebracht und ich finde, ich hab mich dann am ende doch noch ganz gut geschlagen.

Anschliessend (ich versuchte mich wieder an den gedanken zu gewoehnen, jetzt wieder bewerbungen schreiben zu muessen, schliesslich hatten sich die agenturen auch noch nicht gemeldet) gings dann wieder richtung internetkaffee. Zwischenzeitlich fiel mir dann noch ein, dass ich ruhig mal wieder bei meiner lieblingsjobagenurt vorbeischauen koennte. Um das ganze zum ende zu bringen. Kaum stand ich in der tuer, hatte ich nen job und wohl auch nen neuen kumpel. Robert, 19 jahre, hat wohl sein jahr australien schon rum und brauch halt noch geld fuer seinen rueckflug. Wir sind jetzt kollegen fuer die naechste zeit. Tja, mal sehen was das wird. Was ich ueber den framjob weiss (auch hier hatte ich uebrigens angegeben, dass mein opa mal ne farm hatte (was ja irgendwie nichtmal gelogen ist, er ist gaertner) und ich erfahrungen im traktor fahren hab) ist, dass er wohl 4-6 wochen dauert, 12-16 h/ tag gearbeitet wird und das angeblich auch noch 7 tage die woche (das macht mir etwas angst). Bekomme dafuer freie unterkunft und verpflegung und nen stundenlohn von 17-22$ (erfahungsabhaengig). Ohne steuern sind das so ca. 10-15 euro die stunde. Wenns dann alles auch wirklich so kommt, dann kann ich auf jeden fall ne menge geld sparen. Ich freu mich drauf und ich hoffe, dass diese freude auch noch ne weile anhaelt, da ich ueberhaupt nicht weiss, was mich erwartet.

Tja und sonst, war ich gestern mit Christiane (ich hatte sie bereits in melbourne schon getroffen und wir haben mehr oder wneiger die zeit hier in perth zusammen verbracht) beim rugby. Bisher habe ich weder ein spiel dieser sportart gesehen, noch kenne ich die regeln. Am ende habe ich festgestellt, dass das voellig ueberfluessig ist. Es gibt keine regeln. Jedenfalls hatten wir mit den fans der heimmannschaft (ca. 20.000/ ins stadion passen 45.000) nen riesen spass und perth hat gegen irgend eine mannschaft aus sued afrika auch noch relativ hoch gewonnen. Aufgefallen ist mir dabei, dass man von diesen sportarten bei uns ueberhaupt nichts mitbekommt. Und fuer die australier hat das wohl die gleiche bedeutung, wie fuer die deutschen die fussball champions leauge.

Und dann habe ich gestern noch den arne aus magdeburg in perth getroffen. Mit arne habe ich 2005 in einem basketballteam beim usc gespielt. War ganz gut sich mit ihm ueber australien auszutauschen und bei nem kuehlen pitcher uber alte basketballzeiten zu quatschen. Eigentlich wollte ich in der anechsten woche auch noch sandra (urspruenglich aus schermen) aus neuseeland treffen. Sie ist ab montag wegen einer schulung in perth. Leider musste ich dieses treffen dann doch noch wegen dem job absagen. Ich hoffe aber, dass ich sie am ende meines jahres in neuseeland besuchen kann.

So, eine aufregende woche ist vorbei und die naechste steht schon wieder an. der farmer ist sogar so nett, dass er uns aus perth abholt. Er kommt sogar zum hostel, damit ich meinen schweren trolley nicht umherziehen muss. ;-) Leider weiss ich nicht, wie es da auf der fram mit internet"z" aussieht. Von daher weiss ich auch nicht, wann ich hier meinen neuen bericht reinstellen kann. Wir werden sehen. schaut einfach mal rein, vielleicht gehst ja schneller als ihr denkt.

bis bald
m